Juni 2021

Millennials sind online – kann Leasing eine Verbindung zum Internet herstellen?

Geschrieben von Julita Wiatrowska, International Sales Manager und Paweł Krasuski, Executive Sales Director in LeaseTech.
Es ist nicht schwer zu erkennen, dass die Mehrheit unserer Gesellschaft Leasing mit Autos assoziiert. Es gibt jedoch noch viele weitere Gegenstände, die geleast und für den Transport von Personen und verschiedenen anderen Gütern verwendet werden können. Die Leasing-Unternehmen haben ihr Angebot an die Nachfrage des Marktes angepasst. Deshalb können wir in ihrem Angebot verschiedene Fahrzeuge finden, wie Autos, Lastwagen, sowie einige kleinere: Fahrräder, Quads und Roller.

Auch Baumaschinen, Landmaschinen und Elemente von Produktionslinien haben ihren Weg auf den Leasingmarkt gefunden. Das sind größere Maschinen, die mehr Geld erfordern – nicht jedes Unternehmen kann sie sich also leisten oder ist bereit, das Geld einzufrieren, das sonst für weiteres Wachstum verwendet werden könnte. Doch das ist noch nicht alles. Auch kleinere Unternehmen können etwas für sich finden. Immer häufiger beinhalten die Angebote der Unternehmen auch die Finanzierung von Großküchengeräten für aufstrebende Gastronomen oder die notwendige Ausrüstung für Schönheitssalons. Die Zielgruppe für solche Dienstleistungen sind auch freiberufliche Unternehmer, wie Ärzte, Zahnärzte und Therapeuten. Brauchen Sie einen Zahnarztstuhl? Kein Problem – Sie können es mit Leasing finanzieren.

Nun kommen wir zu den weniger offensichtlichen Dingen, die mich zu einer tieferen Analyse geführt haben. Stellen wir uns einen Millennial oder eine Person der Generation Z vor, die ihr Bestes in den sozialen Medien gibt. Schließlich wird er eines Tages zum Zielpublikum. Während er seine ersten Schritte im Internet macht, wird er die von den Eltern finanzierte oder mit dem ersten Gehalt gekaufte Ausrüstung benutzen. Während sein Kanal dank seiner Entschlossenheit wächst, braucht er mehr spektakuläre Effekte, um Follower anzuziehen. Das kann nur mit professionellen Geräten erreicht werden, die in der Lage sind, hochwertige Materialien zu produzieren. Gleichzeitig benötigt das Unternehmen auch zusätzliche Dienstleistungen, die von anderen Assets erbracht werden. Normalerweise gibt es Dutzende von Menschen, die das Image und den Wiedererkennungswert von Marken gestalten. In diesem Punkt haben die Leasing-Unternehmen ihre Hausaufgaben gemacht – in ihrem Angebot finden sich Computer, Smartphones, Kameras oder sogar Drohnen.

Man möchte sagen „Gut gemacht“ – aber haben Leasingunternehmen ihre Vertriebsprozesse an die Bedürfnisse der Millennials (geboren zwischen 1985 und 1994) und der Generation Z (geboren nach 1995) angepasst? Sie, oder, bezogen auf mein Alter, wir, kennen genau alle Möglichkeiten von Online-Transaktionen. Viele von uns sind bereits zu Unternehmern geworden, andere erwarten, in naher Zukunft zu dieser Gruppe zu gehören. Auch das Interesse an B2B-Kooperationen nimmt zu, was zu einer wachsenden Zahl von Kleinunternehmen führt. Allerdings sind Leasing-Unternehmen nicht immer bereit, sich ihnen in Online-Kanälen anzuschließen.

Kleine Geräte, wie Computer oder Smartphones, sind ein hervorragendes Beispiel für dieses Problem. Elektronik ist eine der 3 Warenarten, die von den Generationen Z und Y am häufigsten gekauft werden, wobei 50 % dieser Artikel in den Online-Kanälen bestellt werden¹. Erwähnenswert ist, dass polnische Vertreter der Generation Z eher dazu neigen, Waren online zu kaufen als ihre internationalen Pendants. Unter der globalen Generation Z haben nur 34% der Befragten angegeben, Produkte aus der Kategorie Elektronische Gadgets online zu kaufen, verglichen mit 56% ihrer polnischen Altersgenossen.

Und was tut die Leasingbranche dagegen? Passt es seine Dienste an die Online-Umgebung an?

Leider befindet sich der allgemeine Eingriff immer noch in einem Anfangsstadium, auch wenn wir einige Maßnahmen in seinem Namen beobachten können. Ein vollständig ferngesteuerter Leasingprozess ist selten anzutreffen. In der Praxis gibt es nur wenige Unternehmen, die sowohl Zeit als auch Geld investiert haben, um diese Zielgruppe zu erreichen. Die Pandemie scheint den Prozess zu beschleunigen und bestätigt die Vorteile der Online-Kanäle.

Die derzeit verfügbaren Daten zeigen, dass man in der Mehrzahl der Fälle die physischen Dokumente liefern sollte, um einen Gegenstand zu leasen. Deshalb sollten wir, nachdem wir ein Angebot erhalten haben, dieses mit einem Stift unterschreiben, in einen Umschlag stecken und an den Leasing-Berater schicken.

Wie lange kann dieser Prozess effizient sein? Das wissen wir nicht. Es gibt immer noch einige Befürworter von Transaktionen, die über traditionelle Kanäle abgewickelt werden, sowie einige Enthusiasten von Online-Transaktionen. Die Entscheidung wird durch die Regulierungsbehörde, die immer noch eine handschriftliche Unterschrift auf jedem Vertrag verlangt, nicht leichter gemacht. Eine agilere Leasing-Organisation wird sich schnell an den Markt anpassen. Ein schneller Wechsel kann jedoch Chaos und unnötige Spannungen verursachen. Wäre es nicht besser, Änderungen schon heute schrittweise einzuführen? Als Anbieter von IT-Dienstleistungen können wir bereits bestätigen, dass sich einige Leasing-Unternehmen dieser Herausforderung bereits gestellt haben. Leider ist die Mehrheit der Unternehmer nur auf den Spuren der Pioniere unterwegs, ohne in deren Fußstapfen zu treten. Wir beobachten es gespannt, denn als Experten auf dem Gebiet sind wir uns schon jetzt sicher, dass es vom Online-Leasing kein Zurück mehr gibt.

Quelle:

  1. Accenture, Wie Kauft die Z-Generation, https://www.accenture.com/_acnmedia/PDF-98/Accenture-raport-2019.pdf

 

Autor
Julita Wiatrowska
LeaseTech - International Sales Manager
LinkedIn profile:

Haben Sie Fragen?

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
Julita Wiatrowska

Julita Wiatrowska

International Sales Manager +48 504 797 415

    Ailleron
    al. Jana Pawła II 43b
    Budynek Podium Park
    31-864 Kraków